Tilemann-Stella-Weg

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Sonstige Rund- und Fernwanderwege

Tilemann-Stella-Weg um Battweiler

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Karte / Tilemann-Stella-Weg um Battweiler
0 150 300 450 600 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 Battweiler Höhe Ziegelhütte des Herzogs Kiefernickelsklamm Katzenfels Sefrinsbrünnchen

Schöne Fernsichten, idyllische Täler, ruhige Wälder zeichnen die 19,7 km lange Strecke des Tilemann-Stella-Weges rund um Battweiler aus.

schwer
21,9 km
6:00 h
379 hm
379 hm

Von der Konrad-Loschky-Halle aus führt der Weg aus Battweiler hinaus, vorbei an Äckern und Wiesen zur Battweiler Höhe mit einem herrlichen Fernblick. Ein gemütlicher Rastplatz am Rande des Naturschutzgebietes mit den Küchenschellen lädt hier zum Verweilen und Entspannen aus.

Weiter verläuft die Strecke durch den Wald zum Ohmbachtal bis zum "Waschbrunnen" der zum Kneippen einlädt. Danach geht es leicht bergauf durch den Wald zum Stockbornerhof. Die gut bürgerliche Küche lädt zur Einkehr ein. Von hier verläuft der Weg entlang der idyllischen Schlucht in ein verstecktes, ruhiges Seitental.

Leicht ansteigend durch die Talaue vor Battweiler kehren Sie zum Ortseingang und zum Ausgangspunkt zurück.

Autorentipp

Entlang der Strecke finden Sie idyllische Rastplätze.

outdooractive.com User
Autor
Maritta Kolbe
Aktualisierung: 26.02.2019

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
376 m
250 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

Gutes Schuhwerk, Verpflegung, Regenjacke.

Weitere Infos und Links

- Der Geometer, Kartograph, Bibliothekar und Astronom Tilemann Stella wurde 1525 in Siegen geboren, wo er später die Lateinschule besuchte. Er verließ 1542 seine Heimatstadt und schrieb sich an der Universität Wittenberg ein, wohin die Studenten aus ganz Europa strömten. In jenem Wittenberg ist der Ursprung der Reformation. Ein Lehrer und späterer intensiver Förderer Stellas wird Philipp Melanchthon, der wichtigste Wegbegleiter von Martin Luther. Unter dem Einfluss von Melanchthon entstand 1552 eine Palästinakarte. Außerdem hat Stella bedeutende Kartenwerke von Europa mit den Grenzen des Römischen Reiches sowie eine Karte für Deutschland 1560 herausgebracht. Die Ämterbeschreibung von Zweibrücken und Kirkel des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken erledigte Tilemann Stella mit einer ihm eigenen Schnelligkeit im Jahre 1563/1564.Der angesehene Gelehrte verstarb 1589 bei einer Reise nach Mecklenburg.


- Die geschichtliche Zeitrechnung des Dorfes Battweiler beginnt mit dem Jahre 1278. Der Zweibrücker Graf Heinrich II. weist seiner Tochter Elisabeth, Gemahlin des veldenzischen Grafen Gerlach, sowohl auf seinem Hof Adewilre und Urbach, eine Aussteuer von 500 kölnischer Marke an. Im Jahre 1311 schenkt dem Komtur und seinen Amtsbrüdern zu Einsiedel bei Kaiserslautern der Leutpriester zu Battweiler, Werner aus dem Geschlechte der Herren zu Hohenburg (Homburg), mehrere Besitzungen. Um das Jahr 1447 kommt Battweiler mit den Nachbardörfern Winterbach und Reifenberg an das herzogliche Haus Zweibrücken.

 

weitere Infos auf www.pfaelzer-muehlenland.de

Start

Dorfkiche in Battweiler, Stockbornerhof (302 hm)
Koordinaten:
Geographisch
49.277304, 7.462934
UTM
32U 388202 5459419

Ziel

Es handelt sich um eine Rundtour

Wegbeschreibung

Am Parkplatz gegenüber der Dorfkirche von Battweiler beginnt die Wandertour. Sie führt nach rechts in die Lindenstraße, die „Gass“, wie die älteren Dorfbewohner diese typisch dörfliche Straße mit alten Nuss-, Linden- und Kastanienbäumen bezeichnen, wo noch letzte Spuren des Komtureigutes und das ehemalige Forstamt des Dorfes zu sehen sind. Nach fast 300 Metern wendet man sich nach rechts in die Reichwaldstraße, um nach links durch die Flurstraße in nördlicher Richtung einen ersten freien Blick in die Feldflur „Dell“ und zum „Kieferwäldchen“ auf der Battweiler Höhe (1) zu genießen. Dort beginnt das Naturschutzgebiet mit der seltenen Fauna und Flora des Kalkmagerrasens.

Auf dem „Römerweg“, einem alten Handelsweg der Kelten und Römer, geht es in die Zieglerdell, wo der Geometer Tilemann Stella die damals noch aktive Ziegelhütte (2) des Herzoges in seiner Karte mit drei Gebäuden eingezeichnet hat. Heute sieht man nur noch aufgeworfene Bodenwellen und gelegentlich Tonscherben im Ackerland zum Zieglerwald, wo einst die Ziegeln gebrannt wurden. Im Laubmischwald führt die Wanderroute an der Kiefernickelsklamm (3) vorbei, wo nach dem Volksmund der „Kiefernickel“ im Schutze der Felsen hauste. Nach einem heimtückischen Mord soll die Sagengestalt in diese düstere Waldlandschaft verbannt worden sein.

Nicht weit von der Kiefernickels-Quelle liegt am Wegesrand die mächtige Felsformation des Katzenfelsens (4). Was ursächlich für diese überlieferte Namensgebung ist, lässt sich aus der der imposanten Naturschöpfung heraus nicht erklären. Gut 100 Meter von diesem Felsen entfernt hat der Geometer am Zusammenfluss des Kleinen Marbach in den Großen Marbach einen Felsblock entdeckt, der ihm ein ungelöstes Rätsel aufgegeben hat. In den Stein waren zwei Hufeisen,  in jedem ein Kreuz und daneben zwei altfränkische, spitze Schuhe eingemeißelt. „Was solche Zeichen bedeuten kann ich nit wissen“, schreibt Stella. Heute steht beim Katzenfelsen eine Informationstafel, die das mögliche Aussehen des Grenzfelsens zeigt und die geschichtliche Deutung des bedeutenden Grenzfelsens beschreibt. Der Wanderweg geht weiter in der Talaue oberhalb des Bachlaufes zum ehemaligen Waschbrunnen (5) der Gemeinde Reifenberg. Dort kann der Wanderfreund sich im Kneippbecken erfrischen, das vom „Urebacher Born“ gespeist wird, wie Stella diese stark fließende Quelle in der Ämterbeschreibung des Herzogtums bezeichnet hat.

Nun wendet sich die Wanderroute auf der anderen Talseite auf dem ehemaligen Kirchenpfad durch das einstige Jagdrevier der Herzöge zum Stockbornerhof. Dort lädt eine Gaststätte zur Einkehr ein. Wer möchte, kann einen Abstecher zum Höhenrücken gegenüber dem 1764 vom Herzog Christian IV. zur Gründung ausgeschriebenen Hofgutes zum Segel- und Sportflugplatz Pottschütthöhe (6) machen, wo der Wanderfreund einen Rundblick in den Pfälzerwald und zu den vielen verträumten Dörfern des ehemaligen Herzogtums genießen kann. Vom Stockbornerhof führt der Wanderweg in die Tallandschaft des „Strang“, wo er nach rechts in den Wald zum Sefrinsbrünnchen (7) abzweigt. Nun geht es auf dem Waldweg zur Buchholzbrücke (8), dem Weg zum „Dippen“ hoch zur neugotischen Dorfkirche Battweiler. Die Wandertour kann mit einer Einkehr im „Battweiler Hof“ gemütlich ausklingen.

Anfahrt

Über die L468 von Großbundenbach kommend, die K15 von Rieschweiler-Mühlbach kommend, die K76 von Reifenberg oder die 74 von Contwig kommend.

Parken

An der Kirche in Battweiler oder im Stockbornerhof.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Broschüre "Wanderspaß im Pfälzer Mühlenland"

Kartenempfehlungen des Autors

Topographische Karte 1:25.000 Westpfalz Süd, Pfälzer Mühlenland, Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz

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 Diese Vorschläge wurden automatisch erstellt.
Schwierigkeit
schwer
Strecke
21,9 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
379 hm
Abstieg
379 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch

Statistik

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Höchster Punkt
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Tiefster Punkt
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